„Dream Team“ kann an seine Vorjahresform anknüpfen
Am Sonntag 02. Mai 2010 traf sich in Winterthur die Elite der Pétanquespieler/innen zur SAP-Deutschschweizermeisterschaft Tripplette. Bei misslichen Wetterverhältnissen trafen die Man-schaften auf dem Wettkampfgelände beim Altstadtschulhaus ein und leider sollte sich an der Wetterlage auch den ganzen Tag nichts ändern.
Als amtierende Schweizermeisterinnen nahm ich mit Nicole Bégue und Ariane Peretti teil. Da wir seit unserem Titelgewinn im letzten Jahr in Genf nicht mehr zusammen gespielt hatten, war ich gespannt, wie die Teamarbeit klappen würde.
Im ersten Spiel gegen die Damen vom PC Trimbach Studer Silvia, Grimbichler Rosmarie und Maurizi Rosmarie, stellten wir mit Freude fest, dass die Harmonie in unserem Team wieder präsent war und mit viel Begeisterung und einem absolut soliden Spiel gelang uns mit 13:3 ein klarer Sieg.
Im zweiten Spiel trafen wir anschliessend auf das Team Ramona Bärtschi, Tanja Weber und André Weber, die Siegerinnen vom Rebstock-Turnier, das am vergangenen Wochenende stattfand. Ein 0:4 Rückstand holten Ariane, Nicole und ich locker auf und blieben den Gegnerinnen immer auf den Versen. In der Schlussfase gelang es mir leider nicht, die benötigten Punkte zu erzielen – die Nervosität stand mir dabei im Weg. Nicole konnte mit schönen Punkten die Gegnerinnen immer wieder unter Druck setzen und Ariane eliminierte völlig abgeklärt viele wichtige Kugeln. Beim Stand von 11:10 verschoss Ariane leider ihre Kugeln und da die Gegnerinnen noch vier Kugeln auf der Hand hatten, musste ich meine Kugeln unbedingt in der Nähe des Cochonets platzieren. Endlich gelang es mir, diese Aufgabe zu erfüllen. Nun hiess es abwarten und Tee trinken, ein Sieg des Teams von Ramona lag immer noch drin. Zwei Schüsse verfehlten ihr Ziel nur knapp – der dritte Schuss verfehlte, aber schob ihre eigene Kugel vom Punkt weg. So lagen nun zwei Punkte für uns. Mit der letzten Kugel könnte André Weber unsere zwei Punktkugeln schiessen und so den Sieg vorerst verhindern – aber dies missglückte und so konnte auch dieses Spiel 13:10 gewonnen werden.
Nach einer relativ langen Wartezeit, die Barragen mussten noch gespielt werden, trafen wir im Viertelfinale auf die Damen des PC Trimbach Steffen Caludia, Pfister Dora und Somogyi Ruth. Die Damen kamen mit dem Terrain überhaupt nicht zurecht und so konnten wir mit 13:3 wieder einen klaren Sieg verbuchen.
In das Halbfinale gegen das Team vom PC Mekong-Luzern Amrein Trudi, Tran Thi Deng und Wanna Jacot-Guillarmo, starteten wir souverän und erzielten in der ersten Mène sechs Punkte. Die Gegnerinnen wussten sich nicht zu wehren und so schafften wir mit diesem gewonnenen Spiel (13:2), den Finaleinzug mit einer überragenden Leistung.
Das Team von Yvonne Schüpbach und Sintia Rütsche, die letztjährigen Deutschschweizermeisterinnen vom PC Luterbach, wurde von Therese Meyer vom PC Thun ergänzt und hatten ebenfalls den Finaleinzug gegen das Team vom PC Trimbach Studer Silvia, Grimbichler Rosmarie und Maurizzi Rosmarie geschafft. Eine grosse Zuschauermenge fand sich um den Finalplatz ein und die zwei Teams boten den Leuten, die so lange dem Regen getrotzt hatten, Pétanque auf sehr hohem Niveau. Punkt für Punkt konnten wir den Vorsprung dennoch auf 6:0 ausbauen. In dieser Partie wurde um jeden Punkt hart gekämpft und Nicole konnte dank sehr schön gespielter Kugeln die Gegnerinnen immer wieder unter Druck setzen. Doch Yvonne, Sintia und Therese fanden nie wirklich ins Spiel, trotz sehr guter Leistung, aber immer konnten wir, schon sicher geglaubte Punkte der Gegnerinnen, eliminie-ren. Die Teamarbeit auf beiden Seiten war hervorragend. Es war schön zu merken, wie unsere Be-geisterung auf die Zuschauer überschwappte und so wurden schön gespielte Kugeln mit Aplaus belohnt. Souverän, ruhig und abgeklärt erkämpften Ariane, Nicole und ich uns schlussendlich den Sieg mit 13:4 und liessen so keinen Zweifel aufkommen – wir sind in jeder Hinsicht „parat“ für die Verteidigung unseres Schweizermeistertitels am 12./13. Juni in Savièse VS. Die Leistung in Winterthur gibt uns Sicherheit und wenn die Tagesform stimmt, ist eine gute Platzierung sicher möglich.
Therese Pavesi